Packliste

Reisepass noch gültig?

Deine Reise beginnt beim Packen. Offshore-Segeln bedeutet Reduktion auf das Wesentliche. Hier findest Du alles, was Du für das Leben an Bord wirklich brauchst. Bitte lass den Hartschalenkoffer zu Hause und setz auf eine weiche, verstaubare Tasche. Unsere Liste konzentriert sich auf das Equipment, das sich auf See bewährt hat: Warme Schichten für kühle Nächte, Rotlicht für Deine Wache und die richtigen Gadgets für Komfort in der Koje. Check die Liste und mach Dich startklar. Packe Deine Tasche mit Vorfreude auf lange Wachen unter dem Sternenhimmel und gemütliche Stunden unter Deck. Denk dran: Auf See zählt Funktionalität, nicht der modische Auftritt. Wenn Deine Ausrüstung stimmt, wird jede Wetterlage zum Erlebnis.

Taschen

Wir haben keine Kleiderschränke an Bord und leben aus der Tasche. Bitte nutze daher unbedingt eine weiche Reisetasche oder einen Seesack (keine Hartschalenkoffer!), die sich nach dem Auspacken klein zusammenfalten und gut verstauen lassen. Harte Koffer können an Bord nicht mitgenommen werden, da sie keinen Platz finden.

Ein kleiner wasserdichter Sack (10–20 Liter) ist ideal für Landgänge mit dem Beiboot oder um deine Elektronik und Kleidung vor der allgemeinen Feuchtigkeit an Bord zu schützen. Er sorgt dafür, dass deine Wertsachen auch bei ungemütlichem Wetter sicher und trocken verstaut sind.

An Bord rollt gerne alles durch die Gegend, was nicht fest verstaut oder angehängt ist. Ein Kulturbeutel zum Aufhängen ist hier die beste Lösung. Wir achten der Umwelt zuliebe gerne auf biologisch abbaubare Seife und Shampoo, um die Gewässer und unsere Filteranlagen zu schonen.

Equipment

Auf unseren Routen (z. B. UK, Norwegen) gelten strikte Einreisebedingungen. Für die Einreise ist grundsätzlich ein Reisepass erforderlich; der Personalausweis reicht nicht mehr aus. Falls die Route Großbritannien berührt, benötigt ihr zudem zwingend eine elektronische Einreisebestätigung (ETA). Indem wir eure Daten vorab erfassen, sparen wir uns den bürokratischen Aufwand für die tägliche Übermittlung der Crewlisten an die Behörden.

Zwar haben wir an Bord Lademöglichkeiten, aber eine eigene Powerbank macht dich unabhängig. So kannst du dein Smartphone für Fotos oder Navigation direkt in der Koje laden, ohne die Bordbatterien unnötig zu belasten.

Nachts auf See sind beide Hände für das Schiff Gold wert. Wichtig: Deine Lampe muss eine Rotlicht-Funktion haben. Dies schont deine eigene Nachtsicht enorm, sodass du Hindernisse, Tonnen oder andere Schiffe an Deck weiterhin sicher erkennen und konzentriert arbeiten kannst, ohne die Crew zu blenden.

Seekrankheit ist eine ganz normale Reaktion des Körpers. Pack dir zur Sicherheit ein bewährtes Mittel ein (z. B. Vomex oder Pflaster). Oft hilft schon die alleinige Gewissheit, etwas dabei zu haben, um deutlich entspannter in den Törn zu starten.

Die Intensität der Sonne auf See wird oft unterschätzt. Nutze einen hohen Lichtschutzfaktor (30+) und achte darauf, dass sie wasserfest ist. Deine Haut wird es dir nach einem langen Tag im Cockpit danken.

Bring eine robuste, wiederbefüllbare Flasche mit (ca. 0,7 l bis 1 l). Wir haben gefiltertes Trinkwasser an Bord – so vermeiden wir unnötigen Plastikmüll. An Deck stehen große Cockpit-Taschen zur Verfügung, in denen du deine Flasche auch bei Schräglage sicher stauen kannst und sie immer griffbereit hast.

Klingt nach Luxus, ist aber bei kalten Nachtwachen ein echter Gamechanger. In die Koje gelegt, wärmt sie das Bett vor und hilft dir, nach deiner Wache schneller in den erholsamen Schlaf zu finden.

Ein oder zwei einfache Karabiner sind extrem praktisch, um Kleinigkeiten wie deine Trinkflasche oder Kamera am Lifebelt oder an der Reling gegen Wegrutschen zu sichern.

Ein Schiff arbeitet immer – ein Segel schlägt, Wellen treffen den Rumpf oder die Freiwache unterhält sich. Wenn du einen leichten Schlaf hast, helfen dir Ohrenstöpsel dabei, auch bei Umgebungsgeräuschen die nötige Ruhe für die nächste Wache zu finden.

Wir segeln als Kollektiv. Vielleicht hast du ein Instrument, ein Kartenspiel oder eine kulinarische Spezialität aus deiner Heimat dabei? Solche Kleinigkeiten sorgen oft für die schönsten Momente bei den gemeinsamen Abenden an Deck.

Das wichtigste Utensil: Flexibilität und Gelassenheit. Auf See bestimmt die Natur den Rhythmus. Wenn wir Pläne ändern müssen oder der Wind mal von vorne kommt, ist eine positive Einstellung der Schlüssel für eine unvergessliche Reise.

Kleidung

Durch den Windchill an Deck ist die gefühlte Temperatur deutlich niedriger als der Wetterbericht an Land vorhersagt. Packe einfach so, als wenn du 10 °C kältere Temperaturen erwartest. Das Zwiebelprinzip mit mehreren dünnen Schichten ist hier dein bester Freund, um flexibel auf Wetterumschwünge zu reagieren.

Eine absolut wind- und wasserdichte Kombination aus Jacke und Hose (Ölzeug) ist Pflicht. Spritzwasser an Deck ist garantiert und auch ohne Regen segelt das Boot oft „nass“. Deine Kleidung muss dich auch nach Stunden im Cockpit noch zuverlässig trocken und winddicht einpacken.

Trage rutschfeste, geschlossene und schnell trocknende Deckschuhe – Crocs sind daher sehr beliebt an Bord. Seestiefel sind bei Regen oder Seegang unverzichtbar, da nasse Sneakers an Deck keinen Spaß machen. Achte bei Stiefeln auf eine helle Sohle, um keine Streifen auf dem Deck zu hinterlassen.

Die erste Schicht auf der Haut entscheidet über dein Wohlbefinden. Synthetik oder Merinowolle leiten Feuchtigkeit vom Körper weg und trocknen schnell. Baumwolle hingegen speichert Nässe und lässt dich schnell frieren – sie sollte bei aktiven Wachen vermieden werden.

Die mittlere Schicht sorgt für die Wärmeisolierung. Fleece-Materialien oder klassische Wolle sind ideal, da sie selbst im feuchten Zustand noch wärmen. Ein dicker Hoodie oder ein Wollpullover gehört definitiv in jede Reisetasche, egal wie sonnig die Vorhersage im Hafen aussieht.

Vom Sonnenschutz (Cap) bis zur warmen Mütze für die Nachtwache: Über den Kopf verlieren wir die meiste Wärme. Eine Mütze, die auch über die Ohren geht, schützt dich vor dem ständigen Wind und verhindert, dass du auskühlst, sobald die Sonne untergeht.

Die Reflexion auf dem Wasser verstärkt die UV-Strahlung enorm. Eine gute, polarisierte Sonnenbrille schützt nicht nur deine Augen, sondern lässt dich auch Kontraste auf dem Wasser (wie Böen oder Untiefen) deutlich besser erkennen.

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit oder eine unerwartete Welle, und die teure Brille geht auf Tauchstation. Ein einfaches Brillenband sichert deine Sehhilfe oder Sonnenbrille zuverlässig vor dem Verlust über Bord.

NICHT einpacken!

Wir sorgen für deinen Komfort. An Bord erwarten dich fertig bezogene Betten mit Kissen und Decken. Du musst also keinen sperrigen Schlafsack mitschleppen und hast mehr Platz für deine restliche Ausrüstung.

Spar dir das Volumen im Gepäck. Wir stellen dir frische Handtücher für die Körperpflege zur Verfügung. Einzig für einen Landgang, einen Saunabesuch oder als Saunahandtuch kannst du dir bei Bedarf ein eigenes Exemplar einpacken.

Deine Sicherheit hat Priorität. Wir haben für jedes Crewmitglied moderne, gewartete Automatik-Rettungswesten inklusive Lifebelts an Bord. Diese entsprechen den höchsten Standards und müssen nicht von dir mitgebracht werden.

Lass den Laptop zu Hause. Eine Segelreise ist die perfekte Gelegenheit für ein „Digital Detox“. Wir möchten die Natur und das Miteinander erleben – die Arbeit darf für diese Zeit an Land bleiben.

Friendly Reminder

Auf unseren Routen (z. B. UK, Norwegen) gelten strikte Einreisebedingungen. Für die Einreise ist grundsätzlich ein Reisepass erforderlich; der Personalausweis reicht nicht mehr aus. Falls die Route Großbritannien berührt, benötigt ihr zudem zwingend eine elektronische Einreisebestätigung (ETA). Indem wir eure Daten vorab erfassen, sparen wir uns den bürokratischen Aufwand für die tägliche Übermittlung der Crewlisten an die Behörden.