Von Ålesund in Norwegen segeln wir rund 400 Seemeilen zu den schottischen Shetland- und Orkneyinseln. Den Auftakt macht ein mehrtägiger Übersegler über den Nordatlantik, der präzise Navigation und gute Seemannschaft verlangt. Danach erwartet uns eine einzigartige Inselwelt mit wilder Natur und starken Gezeitenströmen.
Wann wir von Norwegen aus zu den Shetlandinseln aufbrechen, entscheidet das Wetter. Auf der offenen See zwischen Norwegen und Schottland ziehen regelmäßig Tiefdruckgebiete durch, die kräftigen Wind und hohen Seegang bringen können. Wir warten deshalb auf ein passendes Wetterfenster, werten die Vorhersagen gemeinsam an Bord aus und gehen mit Starkwind-Szenarien verantwortungsbewusst um. Rund um Orkney geben dann die Gezeiten den Takt vor. Im Pentland Firth zwischen den Orkneyinseln und dem schottischen Festland erreicht der Gezeitenstrom teils über 10 Knoten. Unsere Etappen richten wir hier weitgehend nach den Gezeiten aus.
Den Übersegler segeln wir non-stop mit der ganzen Crew im Wachsystem, Tag und Nacht. Du stehst am Steuer, trimmst die Segel und navigierst mit. Auf diesem Schlag zeigt die SY Imagine, was in ihr steckt, schnell und seegängig auch bei rauen Bedingungen. Nach dem Übersegler ist der Landfall in Lerwick, der Hauptstadt der Shetlandinseln, ein besonderer Moment.
Von Lerwick aus steuern wir bei gutem Wetter Fair Isle an, eine der abgelegensten Inseln Europas. Ihre ursprüngliche Natur und reiche Vogelwelt machen den Abstecher zu einem Erlebnis für Segler und Naturliebhaber gleichermaßen. Danach nehmen wir Kurs auf Orkney und machen Halt in Ankerbuchten oder Häfen wie Stromness, bevor wir in Kirkwall festmachen. Auf den Orkneyinseln liegen außerdem weltbekannte Whisky-Destillerien nah am Hafen, die wir besuchen, wenn die Zeit es erlaubt. Zwischen den Inseln segeln wir je nach Wind auch längere Etappen am Stück und finden so den Ausgleich zwischen Zeit auf See und Landgängen.