Einmal im Leben den Atlantik unter Segeln zu überqueren, ist für viele Segler ein großes Ziel. Auf diesem Segeltörn wird es Wirklichkeit, auf rund 2.800 Seemeilen von Gran Canaria bis nach Guadeloupe in der Karibik. Wir starten bewusst später im Winter, wenn die großen Regatten vorbei sind und uns ruhigere Häfen erwarten.
Weil eine gute Vorbereitung für uns die Grundlage jeder Atlantiküberquerung ist, beginnt dieser Segeltörn mit zwei Trainingstagen auf den Kanaren. Auf unseren üblichen Training Day mit Person-über-Bord-Übung, wie auf allen unseren Segeltörns, folgt ein weiterer Tag ganz für die Manöver mit dem Gennaker. So legen wir als eingespielte Crew ab und gehen sicher und routiniert auf die lange Strecke.
Auf dem Atlantik kreuzen wir mit dem Gennaker vor dem Wind und segeln dabei so aktiv wie möglich. Unter Gennaker läuft die SY Imagine schnell und genau das macht diese Überquerung zu einem Segelerlebnis mit viel Spaß an Bord. Tag und Nacht wechseln sich die Wachen ab und die Crew steuert, trimmt und halst rund um die Uhr. Nach kurzer Zeit stellt sich eine feste Routine aus Wachen, Schlaf und Bordleben ein. Fast drei Wochen leben wir als Crew auf engem Raum zusammen, fernab von Land. Dieses Miteinander ist eine besondere Herausforderung und zugleich eine der schönsten Erfahrungen dieses Segeltörns.
Für die Überquerung erwarten wir kräftige Passatwinde aus Nordost bis Ost, die uns mit Wind und Welle Richtung Westen tragen. Mit jedem Tag auf See wird es wärmer, bis die Karibik vor uns liegt. Bei kräftigem Passat rechnen wir mit 18 bis 20 Tagen auf See. Auch leichtere Winde haben wir bewusst eingeplant und dafür zusätzliche Tage als Reserve vorgesehen. Zusammen mit den zwei Trainingstagen sowie dem Check-In- und Check-Out-Tag ergeben sich so beachtliche 27 Tage. Diese Zeit ist Teil einer verantwortungsbewussten Planung und nimmt uns auf dem Atlantik jeden Zeitdruck.
Weil wir davon ausgehen, früher anzukommen, bleibt am Ende Zeit, die Karibik zu genießen. Guadeloupe haben wir dafür ganz bewusst als Ziel gewählt. Direkt vor der Küste liegen Inseln mit Palmen und weißen Sandstränden, an denen wir nach der Überquerung vor Anker gehen und auch an Land gibt es auf Guadeloupe viel zu entdecken. Ein schönerer Abschluss für eine Atlantiküberquerung ist kaum denkbar.