Von Oban an der Westküste Schottlands segeln wir rund 500 Seemeilen durch die Hebriden bis zu den Färöern. Der Segeltörn verbindet dabei zwei ganz unterschiedliche Welten, die Inselwelt der Hebriden mit ihren Ankerbuchten und Whisky-Destillerien und einen mehrtägigen Übersegler über den Nordatlantik, der präzise Navigation und gute Seemannschaft verlangt.
Vor der Westküste Schottlands erwartet uns eine wilde, ursprüngliche Küstenlandschaft mit unzähligen Inseln. Viele ihrer Namen kennt man von den Etiketten weltbekannter Whiskys, denn auf den Hebriden finden sich zahlreiche Destillerien, manche direkt an unseren Ankerbuchten. Orte wie Tobermory, Islay oder Barra können auf unserer Route liegen und bieten sich für Landgänge an, die den Etappen auf See einen schönen Ausgleich geben.
Zwischen den Hebriden bestimmen starke Gezeitenströme in den engen Sunden unseren Rhythmus und verlangen eine sorgfältige Gezeitennavigation. Für den Übersegler zu den Färöern warten wir auf ein passendes Wetterfenster. Auf dem Nordatlantik ziehen auch im Sommer regelmäßig Tiefdruckgebiete durch, die kräftigen Wind und Seegang bringen können. Mit solchen Starkwind-Szenarien gehen wir verantwortungsbewusst um und wählen Zeitpunkt und Kurs gemeinsam an Bord nach der Wetterlage.
Der Übersegler nach Tórshavn, der Hauptstadt der Färöer, misst rund 250 Seemeilen. Dafür sind wir etwa zwei bis drei Tage non-stop auf dem Atlantik und segeln mit der ganzen Crew im Wachsystem, Tag und Nacht. Auf diesem Schlag spielt die SY Imagine ihre Stärken als seegängige Performance-Yacht aus. Am Ende tauchen die Färöer vor uns auf, eine Inselgruppe vulkanischen Ursprungs mitten im Atlantik zwischen Schottland und Island. Dieser Landfall nach Tagen auf See ist ein Höhepunkt des Segeltörns.