In Kirkwall auf den Orkney Islands starten wir unseren Törn, der uns über die Nordsee bis nach Hamburg führen wird. Auf den Orkney Islands könnten wir zum Beispiel von Kirkwall aus nach Stromness zuerst segeln. Dort erleben wir besonders herausfordernde Gezeitenströmungen, wie wir sie sonst selten sehen. Für diese Route sind einige Tage als Wetter-Puffer bzw. Zeit eingeplant, um die Orkney Islands zu erkunden. Wir warten einen günstigen Zeitpunkt ab, bevor wir auf die mehrtägige Non-Stop Etappe aufbrechen.
Die Nordsee bietet hinsichtlich der Route eine große Vielfalt und stellt eine besondere seglerische Herausforderung dar. Wir könnten natürlich non-stop von den Orkneys über die Nordsee zur Insel Helgoland segeln. Viel spannender wird es jedoch sein, eine clevere Wetternavigation zu machen, um mögliche Starkwind-Szenarien optimal zu meistern. So können wir auf der Route Ziele entweder auf der schottischen/englischen Seite, wie zum Beispiel Blyth, ansteuern oder aber auch Dänemark anlaufen, zum Beispiel Esbjerg, bevor wir in die Elbe segeln. Bei besonders günstigen Wetterverhältnissen ist sogar eine Ansteuerung von Norwegen nicht undenkbar. Die seglerische Herausforderung und mögliche Starkwind-Szenarien auf der Nordsee sollten dabei nicht unterschätzt werden, auch nicht im Sommer.
Auf mehrtägigen Passagen segeln wir kontinuierlich in einem Wachsystem, in dem jedes Crewmitglied nach unterschiedlichen Kompetenzen zu gleichen Teilen beteiligt wird. Durch das Wachsystem regeln wir unser Schlafmanagement und das Engagement beim Kochen sowie an Deck auf faire Weise. Mehrere Watchleader werden eingesetzt, um Verantwortlichkeiten auf den Wachen zu verteilen. So stellt sich nach kurzer Zeit eine angenehme Routine aus Wachen, Navigation und Bordleben ein.
In Hamburg angekommen, liegen wir im City Sport Hafen direkt neben der Elbphilharmonie. Schließlich wollen wir auch das Gefühl haben, etwas zu entdecken. Auf hoher See und auch an den Zielhäfen. Die gesamte Länge dieser Passage misst ca. 800 Seemeilen.