Dieser Segeltörn führt uns rund 800 Seemeilen von den Färöern über den Nordatlantik bis zu den Lofoten und weiter nach Bodø. Los geht es in Tórshavn, der Hauptstadt der Färöer. Die Inseln liegen weit draußen im Atlantik zwischen Schottland und Island, sind vulkanischen Ursprungs und von steilen Klippen geprägt. Während wir auf das passende Wetterfenster warten, nehmen wir uns einige Tage Zeit, die abgelegenen Inseln und ihre mystischen Orte zu erkunden. Danach wartet eine mehrtägige Non-Stop-Etappe über den Nordatlantik, die seglerisch einiges verlangt.
Die besondere seglerische Herausforderung dieser Route ist das Wetter. Über den Nordatlantik ziehen auch im Sommer häufig mehrere Tiefdruckgebiete hintereinander und es bleibt meist kühl. Wann wir die Non-Stop-Passage beginnen, welchen Kurs wir zwischen den Tiefs wählen und wie lang die Etappe am Ende wird, entscheidet deshalb eine strategische Wetternavigation. Die Vorhersagen werten wir gemeinsam an Bord aus und gehen mit Starkwind-Szenarien verantwortungsbewusst um.
Für die Hochsee-Etappe rechnen wir mit etwa vier bis fünf Tagen non-stop auf dem Atlantik. Mit der ganzen Crew segeln wir Tag und Nacht im Wachsystem und finden schnell in den Rhythmus aus Wachen, Schlaf und Bordleben. In diesen Tagen zeigt die SY Imagine, wie seegängig und schnell sie ist. Wie ambitioniert unsere Route ausfällt, entscheiden wir gemeinsam mit der Crew, damit nach den Tagen auf See auch genug Zeit für die Inseln bleibt.
Nach Tagen auf offener See nehmen wir Kurs auf die Lofoten, Norwegens ikonische Inselgruppe mit ihren steil aufragenden Bergen. Hier steuern wir zum Beispiel die idyllischen Fischerhäfen Reine oder Henningsvær mit ihren bunt bemalten Holzhäusern an. Die Zeit auf den Lofoten nutzen wir vor allem an Land, bei Wanderungen auf die Gipfel mit weitem Blick über die Inseln oder in der schwimmenden Sauna mit anschließendem Eisbad. Zum Abschluss segeln wir von den Lofoten weiter nach Bodø auf dem norwegischen Festland.